Veranstaltungen

30.05.2017 – KOOKread mit Doris Anselm, Hendrik Otremba, Damon Taleghani und Martha Rose

Alles Neu macht der Mai: Am 30.5. präsentiert KOOKread in der Fahimi-Bar gleich zwei großartige literarische Debüts. Lakonische Short Stories treffen auf blutige Verfolgungsjagden, dazu gibt es Performances und flirrenden Casio-Folk-Pop.   Doris Anselm liest aus ihrem frisch erschienenen Debüt „Und in dem Moment holt meine Liebe zum Gegenschlag aus“ (Luchterhand Literaturverlag, 2017). In 16 Kurzgeschichten erzählt die open mike- Preisträgerin aus sehr unterschiedlichen Erzählperspektiven und mit einem genauen Blick für Details über Alltägliches, Skurriles und Abgründiges. Doris Anselm (* 1981) arbeitet als Radioreporterin in Berlin. Wild und film noir-mäßig geht es dagegen im viel beachteten Debütroman von Hendrik Otremba zur Sache. „Über uns der Schaum“ (Verbrecher Verlag, 2017) schildert einen surrealen Trip zwischen Traum und Wirklichkeit. Ein drogensüchtiger Privatdetektiv auf der Suche nach einer verheißungsvollen Stadt weit im Osten, Verfolgungsjagden inklusive. Hendrik Otremba (* 1984) ist Sänger der Postpunk-Band Messer und arbeitet auch als bildender Künstler, Journalist und Dozent. Damon Taleghani ist sound autor und Musiker. Er überlegt sich translinguale Handlungsanweisungen, nimmt Stimmen von Freunden auf, befasst sich mit schwerfälligem Pop, language politics und …

19.09.2017 — KOOKread: der Rest sind Kiefergewitter

KOOKread im September mit Marion Poschmann, Julia Zange, Simone Kornappel und Rike Scheffler! Erholt zurück aus der Sommerpause, präsentiert KOOKread am 19.9. in der Fahimi-Bar Berliner deutsche Großstadtrealitäten und japanische Selbstmordarten, dazu lyrische Montagekunst und gesungene Loop-Gedichte.
Moderation: Alexander Gumz — Ort: Fahimi Bar | Skalitzer Straße 133 | 10999 Berlin — Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

24.10.2017 — KOOKread: Bacchus, Noteinsätze und Beleidigungen

Dienstag, 24.10.17 20:00 Uhr Fahimi Bar, Skalitzer Str. 133 (Kreuzberg) — Veranstaltung auf Facebook KOOKread im Oktober mit Kristof Magnusson, Luna Ali, Jan Skudlarek und Billy von „Trucks“ Am 24.10. geht es bei KOOKread in der Fahimi-Bar um den gesellschaftlichen Aufstieg des Mittelfingers, die Schrecken des syrischen Bürgerkriegs und einen Arztroman der etwas anderen Art. Dazu gibt es einen musikalischen Truck voll unbegrenzter Möglichkeiten. Kristof Magnusson liest selten Vorgestelltes aus seinem hochgelobten „Arztroman“ (Antje Kunstmann, 2014), der sich an die Fersen einer Notärztin des Berliner Urban-Krankenhauses heftet, inklusive Autoraserei am Kotti. Kristof Magnusson (* 1976) ist Autor und Übersetzer, er hat Romane und Theaterstücke veröffentlicht, u.a. die Komödie „Männerhort“, die auch verfilmt wurde. Luna Ali liest aus ihrem Text „Bacchus und Bomben“, der den syrischen Bürgerkrieg und das Schreiben im Krieg thematisiert. Luna Ali wurde 1993 in Syrien geboren, sie studiert Ethnologie und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ali war eingeladen u.a. zum Treffen junger Autoren der Berliner Festspiele 2012 und zum Dramalabor In.Zukunft II 2014. In „Der Aufstieg des Mittelfingers“ (Rowohlt, 2017) porträtiert Jan Skudlarek …

21.11.2017 – KOOKread: Canyontöchter, Gewalt und Wolkenflug

KOOKread im November mit Lucy Fricke, Jakob Nolte, Margarete Stokowski, Farhad Showghi und Lisa Bassenge Am 21.11. verwandelt Lisa Bassenge die Fahimi-Bar in einen Jazzclub. Dazu gibt es diesmal gleich vier großartige Literaturen: einen wahnwitzigen und alptraumhaften Ritt durch die 70er Jahre (inklusive Werwölfe) von Jakob Nolte, Essayistisches von SPON-Kolumnistin Margarete Stokowski, Poetisches von Farhad Showghi und einen exklusiven Vorgeschmack auf Lucy Frickes neuen Roman. Lucy Fricke (* 1974) ist Autorin und Literaturveranstalterin. Zuletzt veröffentlichte sie den Roman „Takeshis Haut“ (2014, Rowohlt Verlag), in dem sie die Katastrophe von Fukushima mit einer privaten Beziehungskrise verknüpft. 2018 erscheint ihr vierter Roman „Töchter“ (Rowohlt Verlag), aus dem sie bei KOOKread erstmals öffentlich lesen wird. Jakob Nolte (* 1988) wurde mehrfach für seine Theaterstücke ausgezeichnet. Sein Debütroman „ALFF“ erschien 2015 bei Matthes & Seitz. 2017 folgte der Roman „Schreckliche Gewalten“, ein tarantinoesker, verschlungener Parforceritt durch die 1970er, der endgültig beweist, wie desaströs es für die eigene Sozialisation ist, wenn die Eltern eine Werwölfin und ein Nazi sind. Farhad Showghi (* 1961) lebt und arbeitet als Psychiater, Psychotherapeut, Autor …

25.04.2017 – KOOKread mit Susie Asado, Hendrik Jackson, Kenah Cusanit und Nazis & Goldmund

Bei KOOKread am 25. April in der Fahimi-Bar kommt zusammen, was zusammen gehört: Lyrik und Politik, Geschichte und Geschichten. Attacken gegen Rechts begegnen weltgeschichtlichen Miniaturen, aber auch dem Licht der Prophezeiungen. Musikalische Stories erzählt Susie Asado, eine der literarischsten Songwriterinnen Berlins. Mit Verve und viel Wut im Bauch schreibt das „vielköpfige Monstrum“ Nazis & Goldmund, ein deutsch-österreichisches Autorenkollektiv, gegen die empörungswütige, patriarchale Beschleunigungsmaschinerie an. Die Hidden Agenda der Europäischen Rechten und deren Erzähl- und Interventionsstrategien werden thematisiert, auseinander genommen und auch mal verhauen. Bei KOOKread präsentieren sie ein literarisches Live-Update zur deutschsprachigen Geschichte. Mit u.a. Gerhild Steinbuch und Thomas Köck. Ein poetologisches Monstrum ganz eigener Art ist Hendrik Jackson. Sein mittlerweile sechstes Buch sein gelassen (kookbooks 2016) ist die Verarbeitung des Suizids einer Geliebten, vermischt mit Rundumschlägen gegen ökonomische und technologische Zwangsstrukturen. Ein großer Wurf über Schuld und Sühne, geschrieben als Dichtung, als Trostbuch, als Akt der Selbstbefreiung. In ihrem zweiten Band Chronographe Chorologien I (hochroth Berlin, 2017) spannt die Lyrikerin Kenah Cusanit einen zeitgeschichtlichen Bogen von 65 Millionen Jahren Menschheitsgeschichte: Eine polyphone Geschichte von …

28.3.2017 – KOOKread: Nachts ist es leise im Piraten mit Shida Bazyar, Maren Kames, Wolfram Lotz und Oska Wald

KOOKread probt am 28.März in der Fahimi-Bar den Rundumschlag: Texte vom Leben in der iranischen Diaspora, Lyrik, die sich in die Nesseln setzt, dazu die Rede vom unmöglichen Theater. Dazwischen gibt es von Oska Wald punklastigen Lo-Fi-Folk auf die Ohren. Shida Bazyar liest aus ihrem gefeierten Debüt „Nachts ist es leise in Teheran“ (Kiepenheuer & Witsch), einem vielschichtigen Familienroman über die Folgen der iranischen Revolution. Generationenübergreifend schreibt sie über Flucht, Vertreibung und Neuanfang, Identität und Exil. „Wir meinen stets etwas zu wissen über die Menschen“, sagt Olga Grjasnowa über ihre Kollegin, „doch dann zeigt uns Shida Bazyar brillant, wie viel wir noch zu lernen haben“. Passend zur Nacht lautet das Motto der Berliner Lyrikerin Maren Kames: „Schlafen kannst du auch morgen noch“. 2013 gewann sie den 21. Open Mike, 2016 debütierte sie mit ihrem bibliophil gestalteten, großformatigen Gedichtband „halb taube halb pfau“ (Secession). „Maren Kames hat ein lang gereiftes, fulminantes Debüt hingelegt“, schreibt Christian Metz in der FAZ. Wolfram Lotz gilt als einer der spannendsten jungen Dramatiker, der immer wieder neu den Nerv der Zeit …

21.2.2017 – KOOKread: Anstelle einer Unterwerfung, ohne Engel, mit Jan Brandt, Emma Braslavsky , Mara-Daria Cojocaru und Herr Nilsson

KOOKread startet das literarische Jahr am 21. Februar in der Fahimi Bar mit Dystopien & Apokalypse, ohne Engel, dafür mit großer Hoffnung.   Jan Brandt wurde für seinen epischen Debütroman „Gegen die Welt“ für den Deutschen Buchpreis nominiert. Jetzt ist sein drittes Buch erschienen: „Stadt ohne Engel“ (Dumont). Ein kluges, materialreiches und zugleich persönliches Buch mit Geschichten aus Los Angeles, denen man  gerade im Berliner Winter gut zuhören kann. Emma Braslavsky liest aus ihrem aktuellen Roman „Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen“ (Suhrkamp), eine Dystopie, in der zwei Weltrettungsorganisationen um die globale Vorherrschaft ringen. Die Lyrikerin Mara-Daria Cojocaru erzählt in ihrem gerade erschienenen zweiten Gedichtband „Anstelle einer Unterwerfung“ (Schöffling & Co.) anspielungsreich Geschichten von der bedrohten Schöpfung und den Konflikten zwischen Menschen und Tieren, lyrische Fabeln und Parabeln von der gefährdeten Kreatur. Vor sagenhaften zwanzig Jahren gründeten zwei junge Herren die Band Herr Nilsson und eroberten mit ihrem schroffen und selbstironischen Textpop die Ohren Berlins. Nach langen Jahren der Funkstille kehrt die Hoffnung zurück. Am 19. Mai wird das Jubiläum in kompletter Bandbesetzung …