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28.3.2017 – KOOKread: Nachts ist es leise im Piraten mit Shida Bazyar, Maren Kames, Wolfram Lotz und Oska Wald

KOOKread probt am 28.März in der Fahimi-Bar den Rundumschlag: Texte vom Leben in der iranischen Diaspora, Lyrik, die sich in die Nesseln setzt, dazu die Rede vom unmöglichen Theater. Dazwischen gibt es von Oska Wald punklastigen Lo-Fi-Folk auf die Ohren.

Shida Bazyar liest aus ihrem gefeierten Debüt „Nachts ist es leise in Teheran“ (Kiepenheuer & Witsch), einem vielschichtigen Familienroman über die Folgen der iranischen Revolution. Generationenübergreifend schreibt sie über Flucht, Vertreibung und Neuanfang, Identität und Exil. „Wir meinen stets etwas zu wissen über die Menschen“, sagt Olga Grjasnowa über ihre Kollegin, „doch dann zeigt uns Shida Bazyar brillant, wie viel wir noch zu lernen haben“.

Passend zur Nacht lautet das Motto der Berliner Lyrikerin Maren Kames: „Schlafen kannst du auch morgen noch“. 2013 gewann sie den 21. Open Mike, 2016 debütierte sie mit ihrem bibliophil gestalteten, großformatigen Gedichtband „halb taube halb pfau“ (Secession). „Maren Kames hat ein lang gereiftes, fulminantes Debüt hingelegt“, schreibt Christian Metz in der FAZ. Wolfram Lotz gilt als einer der spannendsten jungen Dramatiker, der immer wieder neu den Nerv der Zeit trifft. In seinen Tohuwabohu-Stücken bringt er Thilo Sarrazin und Josef Ackermann genauso selbstverständlich auf die Bühne wie die Verteidigungsrede eines somalischen Piraten. 2015 wurde er dafür von „Theater heute“ zum Dramatiker des Jahres gewählt. „Drei Stücke“ erschienen 2016 im Fischer-Verlag. Oska Wald ist Comiczeichner und Frontmann der Band Chuckamuck. Er mischt in seiner Songsprache Punk mit Blues und Anti-Folk, rau und Lo-Fi mit ein paar Bier drüber gekippt. Und wenn man sich in Berlin beim Spazierengehen umschaut, hat man immer wieder Gelegenheit, sich von den bunten, expressiven Postern von Oska Wald umhauen zu lassen.

28.3.2017//19.30 Uhr

Fahimi Bar | Skalitzer Straße 133 | 10999 Berlin | http://fahimibar.de

Eintritt: 6 € / 4 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung (im Rahmen der spartenübergreifenden Förderung für Projekte ab 2017):

Foto: Wolfram Lotz, Copyright: Carsten Tabel

11.12.2018 – KOOKread: alle guten Geister sagen A

KOOKread im Dezember mit Gerasimos Bekas, Sandra Burkhardt, Robert Stripling und Musik von Kala Brisella

Am 11. Dezember präsentiert KOOKread im ACUD gleich drei spannende literarische Debüts. Besinnliches ist eher nicht dabei, dafür ein griechischer Identitätstrip zwischen Gegenwart und Vergangenheit, eine durchgeknallte Sammlung nie geschriebener Hauptwerke sowie verspielte Sprachornamente. Passend dazu gibt es einen energetischen Indie-Rock-Exkurs über das Sichauflösen.

Der Autor und Theatermacher Gerasimos Bekas (*1987) schreibt in seinem Debütroman „Alle Guten waren tot“ (Rowohlt, 2018) über die Identitätssuche eines jungen Mannes, der in seine griechische Heimat zurückkehrt, um eine versteckte Erbschaft aufzuspüren. Eine Bestandsaufnahme der heutigen prekären Situation des Landes, verzahnt mit der Geschichte des griechischen Widerstands während der deutschen Besatzung.

Die Open Mike-Preisträgerin Sandra Burkhardt (*1992) hat gerade ihr Lyrikdebüt „wer A sagt“ beim Gutleut-Verlag vorgelegt. Über Mandalas, Deleuze oder Ovid entwirft sie formbewusst und mit großer Leichtigkeit experimentelle Sprachspiele, changiert zwischen Prosa und Lyrik und setzt sich mit unterschiedlichen Schreibregeln auseinander.

Robert Stripling (*1989) führt uns mit „Verpasste Hauptwerke“ (mikrotext, 2018) in das Reich nie geschriebener Bücher ein: bedeutungslose Theorien, die es nie zu Weltruhm brachten, obwohl sie gar nicht geschrieben wurden. Eine allerneueste Frankfurter Schule zwischen Fake News, Satire und Imitation akribischer Wissenschaft. Far out.

Auf ihrem zweiten Langspieler „Ghost“ (Tapete Records, 2018) besticht das Berliner Indie-Trio Kala Brisella mit zehn Songs zwischen kauzigem „Goldenen Zitronen”-Rock und „Mutter“-ähnlichen, elegischen Hymnen an die Traurigkeit. Ein druckvoller, abwechslungsreicher Sound mit viel Liebe auch zum literarischen Detail.

Moderation: Alexander Gumz

 Ort: ACUD-Studio | Veteranenstraße 21 | 10119 Berlin
 | www.acud.de

Veranstaltung auf Facebook

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Foto: Gerasimos Bekas, (c) Stefan Loeber

Pressekontakt: Jutta Büchter, buechter@kookverein.de

13.11.2018 – KOOKread: Auf einem Archipel in Nichtseattle

KOOKread im November mit Inger-Maria Mahlke, Verena Stauffer, Sebastian Unger und Musik von Nichtseattle

KOOKread begibt sich am 13. November im ACUD auf Zeitreisen ins 19. und 20. Jahrhundert, erkundet mit sprachlich gewagter Erzähllust Teneriffa, Madagaskar, den Fernen Osten und Nichtseattle. Dazu gibt es großartige Lyrik und garageske Songwriter-Indieness.

Die frisch gekürte Trägerin des Deutschen Buchpreises Inger-Maria Mahlke (*1977) erzählt in „Archipel“ (Rowohlt, 2018) einen generationenübergreifenden Familienroman auf der Kanareninsel Teneriffa. Detailreich und voller Verwicklungen, getragen von einer gewagten, nicht-linearen Erzählweise, schildert sie europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts vom Rand des Kontinents aus.

Verena Stauffer (*1978) heftet sich in ihrem Romandebüt „Orchis“ (Kremayr & Scheriau, 2018) einem Orchideenforscher aus dem 19. Jahrhundert an die Fersen. Einer Expeditionsreise nach Madagaskar folgt die Einweisung in eine Nervenheilanstalt. Ein Trip durch eine turbulente Epoche, geprägt von politischen Unruhen und wissenschaftlichen Neuerungen, die den Protagonisten schließlich nach China führen.

Der Lyriker Sebastian Unger (*1978) ist schon lange mehr als ein Geheimtipp. In diesem Jahr erschien endlich sein Debüt „ Die Tiere wissen noch nicht Bescheid“ bei Matthes & Seitz. Ungers Gedichte changieren zwischen gegenseitiger Verschlingung, Blendwerk und hyperbolischer Flucht. Jedes Gedicht eine Anhäufung von Miniaturen – elegant, meditativ, entgegen der Fliehkraft.

Nichtseattle ist Ursachenforschung alleine. Mit Baritongitarre und dreckigen Witzen im Kopf geht es in ihren Songs um Hochhaus, Gartenlaube, Fahrerflucht, Fußball, Dosenbier, Schreckschuss, Grobwitz, Alleinsein, Greifswald und eben all die Dinge, die man sich nicht in Seattle vorstellen kann, wenn man nicht aus Seattle kommt – sondern aus Nichtseattle. Diesem Ort, an dem sich viele von uns zu oft auf Weihnachten gefreut haben. Mal pathetisch, mal melancholisch, mal pragmatisch, oft knarzig garagesk.

Ort: ACUD-Studio | Veteranenstr. 21 |10119 Berlin | www.acud.de

Beginn: 20 Uhr

Veranstaltung auf Facebook

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Pressekontakt: Jutta Büchter, Büchter@kookverein.de

Foto Inger-Maria Mahlke (Copyright: Dagmar Morath)

16.10.2018 – KOOKread: Hefter, Rietzschel, Wetzel – Kartenhauskörper

KOOKread im Oktober mit Martina Hefter, Lukas Rietzschel, Maike Wetzel und Kartenhauskörper

KOOKread widmet sich, passend zum Herbst, am 16. Oktober den existentiellen Themen. Martina Hefter, Lukas Rietzschel und Maike Wetzel erzählen von Demenz und Pflegeheimtristesse; Rechtsextremismus in der sächsischen Provinz; Familie und Verlust. Dazu gibt es existentiell drängende Lofi-Miniaturen von Berlins Singer-Songwriter-Wundertüte Kartenhauskörper zu hören.

Die Autorin und Performancekünstlerin Martina Hefter (*1965) vergegenwärtigt in ihrem aktuellen Lyrikband „Es könnte auch schöner werden“ (kookbooks, 2018) das Leben und Sterben in Pflegeheimen, schreibt über Begegnungen im Aufenthaltsräumen, über „Halbtotengespräche“ und „Sterbevorbereitungskurse“. Konkrete, gesellschaftlich ausgeblendete Lebensrealität verdichtet in einer poetisch spannungsvollen Sprache.

Lukas Rietzschel (*1994) beschreibt in seinem Romandebüt „Mit der Faust in die Welt schlagen“ (Ullstein, 2018) eine Chronik des Zusammenbruchs aus der Perspektive zweier Jugendlicher, die in der sächsischen Provinz aufwachsen und in den Sog rechtspopulistischer Radikalisierung geraten. Coming-of-Age und Milieuschilderung – intensiv, aktuell und rasant geschrieben.

In Maike Wetzel (*1974) verstörenden Roman „Elly“ (Schöffling & Co., 2018) dreht sich alles um das spurlose Verschwinden eines elfjährigen Kindes, wie es das Leben ihrer Familie aus der Bahn wirft, wie sich die Familie in dem Verlust des Kindes selbst verliert. Gleichzeitig handelt es sich um die Rekonstruktion einer Familiengeschichte aus Andeutungen, die sich aus einer kunstvoll verknappten Sprache und erzählerischen Perspektivwechseln speist.

Kartenhauskörper ist Gregor Esra Sauer. Deutschsprachiger Chanson und konsequent Lofi. Spröde Acoustic-Sounds mit dezenten Bläsereinsätzen, die sich immer wieder ins Versponnen-Hymnische weiten. Anleihen bei Tom Waits, Beirut und viel Gefühlschaos mit ganz eigenem poetischen Gespür für pointierte Lyrics, das sich in Songtiteln wie „Unterwasserbegegnung“ oder „Kofferkarrussel“ widerspiegelt.

Moderation: Josepha Conrad

Ort: ACUD-Studio | Veteranenstr. 21 | 10119 Berlin | www.acud.de

Veranstaltung auf Facebook

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Pressekontakt: Jutta Büchter, buechter@kookverein.de

Foto: Maike Wetzel (Copyright Andreas Potthoff)

12.09.2018 – KOOKread: Die Schönheit der Desintegration

KOOKread im September mit Luise Boege, Max Czollek, Sabine Scho und Albertine Sarges & The Sticky Fingers

Endlich ist der Sommer vorbei, und man kann sich wieder den wirklich wichtigen Dingen widmen. Etwa der musikalischsten Lesereihe Berlins: KOOKread kommt am 12. September aus der Hitzepause mit auf den Punkt gebrachter Prosa von Luise Boege, die die Schönheit durchgestrichener Sätze zu einem ganz neuen Genre erhebt. Mit Max Czolleks provokativem Aufruf gegen Integrationstheater und Leitkultur. Mit Sabine Schos Erkundungen über Tiere in Architektur, virtuos eingebunden in gesellschaftskritische Diskurse. Und mit Berlins verheißungsvollster Supergroup: Albertine Sarges & The Sticky Fingers.

Luise Boege (* 1985) debütierte 2015 mit dem Band Kaspers Freundin (2015) bei Reinecke &Voß, 2017 erschien ebenda Bild von der Lüge. 2018 veröffentlichte sie ihren experimentellen, wortwitzigen Prosatext Exorzismus in PolenDie Schönheit der Wüste in der parasitenpresse.

Max Czollek (* 1987) ist u.a. Mitglied des Lyrikkollektivs G13, Kurator des internationalen Lyrikprojekts Babelsprech und Mitherausgeber der Zeitschrift Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart. Im Verlagshaus Berlin erschienen seine Gedichtbände Druckkammern (2012) und Jubeljahre (2015). 2018 veröffentlichte er bei Hanser die Streitschrift Desintegriert euch!

Sabine Scho (* 1970) erhielt für ihre lyrischen Arbeiten zahlreiche Auszeichnungen, aktuell den Deutschen Preis für Nature Writing des Bundesamtes für Naturschutz. Zuletzt erschien ihr Gedichtband „Tiere in Architektur“ bei kookbooks. Scho verschränkt ihre Texte immer wieder mit anderen Kunstformen, vor allem Bildkunst und Fotografie, und öffnet sie für mediale Perspektivwechsel.

Die Berliner Band Albertine Sarges & The Sticky Fingers beschreiben in ihren Songs Situationen an der Hotelbar, auf der Picknickdecke oder in der Sauna. Die Musik ist groovig, monoton, erhoben von himmeljauchzenden Melodien und angereichert um warme 70er Backings. Neben Albertine Sarges (Itaca, Kat Frankie) sind Rosa Mercedes (Alright Gandhi) und Lisa Baeyens Mitglieder der Sticky Fingers.

12.9.2018 // 20.00 Uhr

Ort: ACUD-Studio | Veteranenstraße 21 | 10119 Berlin | www.acud.de

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Pressekontakt: Jutta Büchter, buechter@kookverein.de

facebook.com/kook.verein

19.06.2018 – KOOKread: Wir müssen (immer noch) bis übermorgen reichen

KOOKread im Juni mit Jan Böttcher, Josepha Conrad, Peter Dietze, Lucy Fricke, Alexander Gumz, Georg Leß, Karla Reimert, Katharina Schultens und Daniela Seel

Bei KOOKread gibt es am 19.6.2018 ein KOOK-Special. KOOKies lesen und spielen im Neunerpack Best-of KOOKies. Es gibt eine wilde Mischung aus Lyrik und Prosa und Musik. Experimentelles und Spiegel-Bestseller, All-time-Klassiker und Brandneues aus der Werkstatt. Hymnen, Verse und Kalauer. Im ACUD, mitten in Mitte.

Seit 2001 tummelt sich KOOKread in der Berliner Literaturszene. KOOKread gilt als eine der ersten unabhängigen Lesereihen in Berlin und blickt auf eine lange Geschichte an unterschiedlichen Orten zurück, auf unzählige großartige Lesungen von jungen Talenten, Debütant*innen, Zweitbuchveröffentlicher, Neu- und Erstentdeckungen – kurz: Literatur, die uns bewegt, uns berührt, die uns zum Lachen und Weinen bringt.

Dabei wollen wir die Macher*innen und das Unterstützernetzwerk von KOOKread, das weitestgehend auch aus Künstlern und Autor*innen besteht, endlich auch mal geballt zu Wort kommen lassen.

Wir sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Für Musik sorgen Jan Böttcher (ehemals Sänger der legendären Combo Herr Nilsson) und Josepha Conrad (aka Susie Asado).

Bestseller-Prosa steuert Lucy Fricke bei.

Wunderbare Lyrik gibt es von Alexander Gumz, Georg Leß, Karla Reimert, Katharina Schultens und Daniela Seel.

Peter Dietze leiht nicht anwesenden Kookies seine Stimme.

17 Jahre KOOKread: das ist kein runder Geburtstag, aber uns ist nach Feiern zumute. Immerhin steht die Zahl 17 numerologisch für die Hoffnung, für das Licht am Ende des Tunnels. Und wenn die Hoffnung zuletzt stirbt, dann auch KOOKread.

ACUD-Studio | Veteranenstr. 21 | 10119 Berlin | www.acud.de

Veranstaltung auf Facebook

Einlass ab 19:30 Uhr

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Copyright Fotos: Dirk Skiba, Alexander Gumz, Timm Koelln, Dagmar Morath

15.05.2018: KOOKread – Glänzen für die letzte Runde im Serverland

KOOKread im Mai mit Marie Gamillscheg, Josefine Rieks, Monika Rinck und Walls & Birds

Bei KOOKread geht’s am 15. Mai um nichts weniger als um Alles: Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit, Untergang und Neuanfang. Und um dieses Internet, von dem alle reden. Dazu gibt es literarische Trinklieder in überhöhter Geschwindigkeit und Dream Pop für Kassetten. Im ACUD, mitten in Mitte.

Marie Gamillscheg (*1992 in Graz) erzählt in ihrem Debütroman „Alles was glänzt“ (Luchterhand Literaturverlag 2018) von einem allmählich verschwindenden Dorf, einer Schicksalsgemeinschaft im Schatten eines rumorenden Bergs, vom Glanz des Untergangs und des Neubeginns. „Zu Recht“, schreibt Britta Schmeis auf Spiegel Online, „gilt Gamillscheg als eine der aufregendsten jungen Stimmen der deutschsprachigen Literatur“.

Josefine Rieks (*1988 in Höxter) hat einen Zukunftsroman über die Gegenwart geschrieben: Das Internet ist seit Jahrzehnten abgeschaltet, die Statussymbole von früher sind Elektroschrott. Eine Gruppe Jugendlicher hackt sich in diese seltsame Vergangenheit: das Internet. „Serverland“ (Hanser Verlag 2018) ist ein Roman über die vermeintliche Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt.

Monika Rinck (*1969 in Zweibrücken), kookbooks-Autorin der ersten Stunde, ist nicht nur eine der wichtigsten Dichterinnen des Landes – sie schreibt auch Mischformen, die an Klugheit, Witz und Durchgeknalltheit ihresgleichen suchen. Zuletzt erschien das Hörbuch „Lieder für die letzte Runde“ (kookbooks 2015) voller Trinklieder und der Band „Kritik der Motorkraft“ (Brüterich Press 2017): ein Buch, das – wie wir vom Verlag erfahren „mit höchster Sorgfalt auf überhöhte Geschwindigkeit gebracht worden ist“.

Das Trio Walls & Birds bringt seine Musik auf Tapes heraus. Auf Kassetten! Der neueste Hype seit Vinyl. Die drei Herren spielen fragmentierten Dream Pop mit performativen Einschnitten, zuletzt zu hören auf „Daytona Beach“ (2016) und der „Neujahrs Kassette“ (2017), die man per Telefonanruf ordern konnte. Telefon! Der neueste Hype seit dem Internet.

Moderation: Alexander Gumz

15.5.2018 // 20.00 Uhr
 (Einlass ab 19:30 Uhr)

Ort: ACUD-Studio | Veteranenstraße 21 | 10119 Berlin
 | www.acud.de

KOOKread auf Facebook

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Pressekontakt: Jutta Büchter, buechter@kookverein.de 

Foto: Josefine Rieks (Copyright Tim Bruening)

 

17.04.2018: KOOKread – ungesichertes Gespür für Alles

KOOKread im April mit Isabel Cole, Kerstin Preiwuß, Pascal Richmann und Rosa Mercedes

KOOKread präsentiert am 17. April verschiedene literarische Perspektiven auf Deutschland: Reisebilder über Walhalla, Nazis und Burschenschaftler, DDR-Endzeit im Sperrgebiet, dazu lyrische Märchensounds und hypnotisches Songwriting. Das alles und noch viel mehr im ACUD, mitten in Berlin-Mitte.

Isabel Cole (* 1973) ist Autorin und Übersetzerin. Nach ihrem Debüt „Ungesichertes Gelände“ (mikrotext 2013) erschien 2017 der Roman „Die grüne Grenze“ (Edition Nautilus), der auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse stand. Der Roman thematisiert das Ende der DDR aus dem Blickwinkel von Speergebiet-Bewohnern.

Kerstin Preiwuß (* 1980) schreibt Lyrik und Prosa. Sie veröffentlichte mehrere Lyrikbände und zwei Romane, zuletzt den Gedichtband „Gespür für Licht“ (Berlin Verlag 2016) sowie den Roman „Nach Onkalo“ (Berlin Verlag 2017). Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Mondseer Lyrikpreis. Bei KOOKread liest sie neue Gedichte.

Pascal Richmann (*1987) schreibt Theatertexte, Essays, Reportagen und Erzählungen. 2017 erschien sein Debüt „Über Deutschland, über alles“ (Hanser Verlag) mit Reisebildern über eine zerrissene Nation. Richmann erzählt wütend und poetisch von seinen Begegnungen mit Burschenschaftlern, Hooligans oder einem Ex-NPD-Chef auf Mallorca.

Rosa Mercedes ist die Songwriterin der Berliner Band Alright Ghandi. Feines Songwriting, unkonventionelle Rhythmen, erdige Basslinien und ein kristalliner Gitarrensound – all das findet sich auf den bisherigen Alben des Trios „Widening Circles“ und „Little Traveller“.

Moderation: Alexander Gumz.

Veranstaltung auf Facebook 

17.4.2018 // 20.00 Uhr

Lesung und Konzert mit Isabel Cole, Kerstin Preiwuß, Pascal Richmann und Rosa Mercedes

Ort: ACUD-Studio | Veteranenstraße 21 | 10119 Berlin
 | www.acud.de

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Foto: Isabel Fargo Cole (Copyright Simona Lexau)

Pressekontakt: Jutta Büchter, buechter@kookverein.de

13.03.2018: KOOKread – Rimini-Falter vs. Mimi King

KOOKread im März mit Sibylla V. Hausmann, Sonja Heiss, Rebekka Kricheldorf und Allie

Am 13. März startet KOOKread im ACUD in Berlin-Mitte ins neue Jahr. Mit Abgesängen auf traditionelle Familienstrukturen, schonungslosen, hoch witzigen Porträts der kreativen Bohème, einem der besten Lyrikdebüts 2017 und wie immer Songwriting vom Feinsten.

Sibylla V. Hausmann (*1979) legte 2017 das fulminante Lyrikdebüt „3 FALTER“ (poetenladen Verlag) vor. Zuvor studierte sie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und veröffentliche in Zeitschriften und Anthologien. Sie wurde mit dem Feldkircher Lyrikpreis ausgezeichnet und erhielt 2016 ein Arbeitsstipendium des Freistaates Sachsen.

2017 veröffentlichte Filmregisseurin Sonja Heiss (* 1976) ihr Romandebüt „Rimini“ (Kiepenheuer & Witsch). 2011 erschien bereits der Erzählband „Das Glück geht aus“ (Berlin Verlag). Sonja Heiss studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Nach dem Erfolg von »Hotel Very Welcome« kam 2015 ihr zweiter Spielfilm »Hedi Schneider steckt fest« in die Kinos, der u. a. vom Deutschen Filmpreis in der Kategorie Beste Hauptrolle ausgezeichnet wurde.

Rebekka Kricheldorf (* 1974) ist eine der gefragtesten Theaterautorin Deutschlands. Sie schrieb zahlreiche Theaterstücke, u. a. für das Staatstheater Stuttgart, das Theater am Neumarkt Zürich, das Staatstheater Kassel und für das Deutsche Theater in Berlin. Sie studierte Romanistik an der Humboldt-Universität Berlin und Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin.

Atmosphärisch dichte LoFi-Soundtracks, experimentell und zugleich eingängig: Die fantastische Berliner Ein-Mann-Band Allie schreibt Songs mit fragiler Finesse und hoher Dringlichkeit. Nach den Alben „Mimi king“ (2010), „New friends“ (2011), „Uncanny Valley“ (2013) und „Allie“ (2015) veröffentlichte Allie zuletzt die Singles „Goodbyes“ und „Say No“.

13.3.2018 // 20.00 Uhr

Veranstaltung auf Facebook

Lesung und Konzert mit Sibylla V. Hausmann, Sonja Heiss, Rebekka Kricheldorf und Allie

Ort: ACUD-Studio | Veteranenstraße 21 | 10119 Berlin
 | www.acud.de

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Pressekontakt: Jutta Büchter, buechter@kookverein.de

Foto Rebekka Kricheldorf / © Karoline Bofinger

12.12.17: KOOKread – Blaupausen: Punchlines an das Universum

KOOKread im Dezember mit Theresia Enzensberger, Michael Stauffer, Olivia Wenzel und Klitclique

Am 12.12 wird es bei KOOKread in der Fahimi-Bar radikal feministisch, elektronisch low-tech und medial promiskuitiv. Es gibt Weimarer Bauhausszenen aus der 20er Jahren, Alltagsszenen aus Absurdistan, derbe Institutionskritik und coole Performances über das Ich als Produkt ihrer Zeit.

Theresia Enzensberger wurde 1986 in München geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Film und Filmwissenschaft am Bard College in New York und schreibt als freie Journalistin u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, ZEIT Online, Krautreporter und Monopol. 2014 gründete sie das vielfach preisgekrönte BLOCK Magazin. Ihr Debütroman „Blaupause“ erschien 2017 im Hanser-Verlag.

Michael Stauffer (* 1972) arbeitet seit 1999 als freier Schriftsteller und unterrichtet am Schweizer Literaturinstitut in Bern. Stauffer ist Verfasser zahlreicher Erzählungen, Theaterstücke, Hörspiele und Spoken Word-Performances. Sein aktueller Band „Jeden Tag das Universum begrüßen“ erschien 2017 bei Voland & Quist.

Olivia Wenzel (* 1985) lebt in Berlin und studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Uni Hildesheim. Wenzel schreibt Theatertexte und Prosa und macht Musik als OTIS FOULIE. Zudem erarbeitete sie verschiedene Performances, u.a. „We are the Universe“, die sich mit Afrofuturismus und der Science Fiction schwarzer Autorinnen beschäftigt.

Is it art, is it music? fragen Klitclique und lieben es, den Spieß umzudrehen und derbe Raps aus weiblicher Perspektive zu performen. Zum Spiel mit Rollenklischees in der Musik kommt dabei ein generelles Spiel mit den Konventionen der Darstellung. Ihr erstes Album erscheint 2018 bei SCHLECHT IM BETT RECORDS.

Die Veranstaltung auf Facebook

Ort: Fahimi Bar | Skalitzer Straße 133 | 10999 Berlin |
 fahimibar.de

Beginn 19:30 Uhr

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und Ville de Bienne, Direktion Bildung, Kultur und Sport

Pressekontakt: Jutta Büchter, buechter@kookverein.de

29.11.2017 Lesung „Die Stadt der Anderen“ in der Lettrétage

Berliner Geschichten: Wie sieht die „Stadt der Anderen“ aus?

 

Berlin ist groß, vielschichtig, immer im Werden – und voller spannender Menschen und Geschichten. Jeder hat sein Bild von Berlin. Wie aber sehen die anderen die Stadt? Sehen sie dieselbe Stadt – oder eine völlig andere? Welchen Einfluss hat die eigene Herkunft und Geschichte auf die Wahrnehmung der Welt, in der man lebt? KOOK hat drei deutschsprachige und drei internationale Autor*innen, die in Berlin leben, eingeladen, einander „ihr“ Berlin zu zeigen: ihre Orte, ihre Geschichten, ihre Sicht auf die Stadt und deren Bewohner.

Assaf Alassaf, Jane Flett, Lucy Fricke, Maren Kames, Tilman Rammstedt und Erica Zingano verabreden sich im Herbst jeweils zu zweit zu Spaziergängen durch Berlin. Begleitet werden sie von der Fotografin Maria Sewcz, die ihren eigenen künstlerischen Blick mitbringt. Literatur und Fotografie treffen Stadt. Aus diesen individuellen Touren entwickeln die Autor*innen Texte über eine Metropole im Wandel. Sie eröffnen einander neue Perspektiven, erzählen neue und alte Geschichten – von der Volksbühne, von Flüchtlingsunterkünften, der Sonnenallee oder vom alten Westberliner Zoo.

Am 29. November werden die dabei entstandenen Texte und Fotografien in der Lettrétage im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung vorgestellt. Die Lesungen finden auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Portugiesisch statt. Übersetzungen sind vorhanden.

Die beteiligten Künstler

Assaf Alassaf (* 1975, Syrien) ist Autor, Mediziner und Journalist. Seine Texte gibt es auf Facebook und bei Mikrotext, etwa das eBook „Abu Jürgen. Mein Leben mit dem deutschen Botschafter“ (2015).

Jane Flett (* 1984, Schottland), ist Autorin und Musikerin. Ihre Texte erschienen in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften. Ausserdem ist sie Teil der Roit Grrl Band „Razor Cunts“.

Lucy Fricke (* 1974) ist Autorin und Literaturveranstalterin. Zuletzt veröffentlichte sie „Takeshis Haut“ (2014, Rowohlt Verlag). 2018 erscheint ihr vierter Roman „Töchter“ (Rowohlt Verlag).

Maren Kames (* 1984) ist Lyrikerin. Ihr vielbeachtetes Debüt „Halb Taube Halb Pfau“ erschien 2016 im Secession Verlag.

Tilman Rammstedt (* 1975) ist Autor und Kolumnist. Zuletzt veröffentlichte er den Roman „Morgen mehr“ (Hanser Verlag, 2016), dessen Entstehungsprozess zuvor als Fortsetzungsroman im Netz verfolgt werden konnte.

Erica Zingano (* 1980, Brasilien) ist eine transdisziplinär arbeitende Lyrikerin. Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt „eine Sache für die andere“ (bulky news press, 2017).

Maria Sewcz (* 1960) ist eine vielfach ausgezeichnete Fotografin. Zahlreiche Einzelausstellungen, zuletzt mit Fotografien und Videos im Haus am Kleistpark („Jetzt, Berlin“, 2016)

Ort: Lettrétage | Mehringdamm 61 | 10961 Berlin | www.lettretage.de

Facebook-Einladung

Eintritt: 8 € / 6 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung von: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa  

Pressekontakt: Jutta Büchter, buechter@kookverein.de                 

Idee & Organisation: Alexander Gumz, Eric Schumacher

21.11.2017 – KOOKread: Canyontöchter, Gewalt und Wolkenflug

KOOKread im November mit Lucy Fricke, Jakob Nolte, Margarete Stokowski, Farhad Showghi und Lisa Bassenge

Am 21.11. verwandelt Lisa Bassenge die Fahimi-Bar in einen Jazzclub. Dazu gibt es diesmal gleich vier großartige Literaturen: einen wahnwitzigen und alptraumhaften Ritt durch die 70er Jahre (inklusive Werwölfe) von Jakob Nolte, Essayistisches von SPON-Kolumnistin Margarete Stokowski, Poetisches von Farhad Showghi und einen exklusiven Vorgeschmack auf Lucy Frickes neuen Roman.

Lucy Fricke (* 1974) ist Autorin und Literaturveranstalterin. Zuletzt veröffentlichte sie den Roman „Takeshis Haut“ (2014, Rowohlt Verlag), in dem sie die Katastrophe von Fukushima mit einer privaten Beziehungskrise verknüpft. 2018 erscheint ihr vierter Roman „Töchter“ (Rowohlt Verlag), aus dem sie bei KOOKread erstmals öffentlich lesen wird.

Jakob Nolte (* 1988) wurde mehrfach für seine Theaterstücke ausgezeichnet. Sein Debütroman „ALFF“ erschien 2015 bei Matthes & Seitz. 2017 folgte der Roman „Schreckliche Gewalten“, ein tarantinoesker, verschlungener Parforceritt durch die 1970er, der endgültig beweist, wie desaströs es für die eigene Sozialisation ist, wenn die Eltern eine Werwölfin und ein Nazi sind.

Farhad Showghi (* 1961) lebt und arbeitet als Psychiater, Psychotherapeut, Autor und Übersetzer in Hamburg. Er veröffentlichte mehrere Lyrikbände. Zur Frankfurter Buchmesse erschien sein neuester Band „Wolkenflug spielt Zerreißprobe“ (kookbooks, 2017).

Margarete Stokowski (* 1986) ist vor allem durch ihre wöchentliche Kolumne „Oben und unten“ bei Spiegel Online bekannt. 2016 erschien ihre Essay-Sammlung „Untenrum frei“ (Rowohlt), in der es um Kindheitsmuster, Schönheit, Körper, Sex (guter und nicht so guter), sexualisierte Gewalt, Feminismus, Anarchismus, Sprache und auch Liebe geht.

Lisa Bassenge tourt mit verschiedenen Bands durch Europa und Asien. Neben ihren eigenen Projekten arbeitete sie mit der WDR und NDR Bigband, Peewee Ellis, Calexico und Stuart Staples (Tindersticks) zusammen. Zuletzt erschien das Album “Canyon Songs” (MPS 2015).

21.11.2017 // 19.30 Uhr

Ort: Fahimi Bar | Skalitzer Straße 133 | 10999 Berlin
 

fahimibar.de

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung: Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Pressekontakt: Jutta Büchter, buechter@kookverein.de

 

 

24.10.2017 — KOOKread: Bacchus, Noteinsätze und Beleidigungen

Dienstag, 24.10.17
20:00 Uhr
Fahimi Bar, Skalitzer Str. 133 (Kreuzberg)
— Veranstaltung auf Facebook

KOOKread im Oktober mit Kristof Magnusson, Luna Ali, Jan Skudlarek und Billy von „Trucks“

Am 24.10. geht es bei KOOKread in der Fahimi-Bar um den gesellschaftlichen Aufstieg des Mittelfingers, die Schrecken des syrischen Bürgerkriegs und einen Arztroman der etwas anderen Art. Dazu gibt es einen musikalischen Truck voll unbegrenzter Möglichkeiten.

Kristof Magnusson liest selten Vorgestelltes aus seinem hochgelobten „Arztroman“ (Antje Kunstmann, 2014), der sich an die Fersen einer Notärztin des Berliner Urban-Krankenhauses heftet, inklusive Autoraserei am Kotti. Kristof Magnusson (* 1976) ist Autor und Übersetzer, er hat Romane und Theaterstücke veröffentlicht, u.a. die Komödie „Männerhort“, die auch verfilmt wurde.

Luna Ali liest aus ihrem Text „Bacchus und Bomben“, der den syrischen Bürgerkrieg und das Schreiben im Krieg thematisiert. Luna Ali wurde 1993 in Syrien geboren, sie studiert Ethnologie und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ali war eingeladen u.a. zum Treffen junger Autoren der Berliner Festspiele 2012 und zum Dramalabor In.Zukunft II 2014.

In „Der Aufstieg des Mittelfingers“ (Rowohlt, 2017) porträtiert Jan Skudlarek den Mittelfinger als Symbolgeste einer Beleidigungskultur, die sich wie eine Epidemie über die sozialen Medien ausbreitet und in der populistischer Unflat wieder salonfähig werden. Jan Skudlarek (* 1986) ist Lyriker und Doktor der Philosophie. Er hat ein Debattenbuch am Puls der Zeit geschrieben.

Trucks, eine fantastische Berliner Indie-Punkband, rast „mit Vollgas ins Verderben“, demontiert den Eifer einer ganzen Religion, feiert zugleich aber die Schönheit der Welt und die Hoffnung der Verlierer. Zurzeit arbeiten sie an ihrem Debütalbum. Trucks-Sänger Billy spielt sie live bei KOOKread.

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung (im Rahmen der spartenübergreifenden Förderung für Projekte ab 2017): Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

19.09.2017 — KOOKread: der Rest sind Kiefergewitter

Dienstag, 19.09.17
20:00 Uhr
Fahimi Bar, Skalitzer Str. 133 (Kreuzberg)
— Veranstaltung auf Facebook

Here we go again!

KOOKread im September mit Marion Poschmann, Julia Zange, Simone Kornappel und Rike Scheffler

Erholt zurück aus der Sommerpause, präsentiert KOOKread am 19.9. in der Fahimi-Bar Berliner deutsche Großstadtrealitäten und japanische Selbstmordarten, dazu lyrische Montagekunst und gesungene Loop-Gedichte.

Marion Poschmann liest aus ihrem druckfrischen und für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman „Die Kieferninseln“ (Suhrkamp, September 2017). Ein emotional labiler Bartforscher reist nach Japan und will sich auf eine Pilgerreise begeben. Dabei stößt er auf das „Complete Manual of Suicide“, in dem elf Selbstmordarten detailliert analysiert werden. Marion Poschmann (* 1969) wurde für ihre Romane und Gedichtbände vielfach ausgezeichnet.

In „Realitätsgewitter“ (Aufbau Verlag, 2016) wirft Julia Zange einen ungeschönten Blick auf die Alltagsrealität einer Twentysomething, die sich durch die Berliner Mode- und Kreativszene treiben lässt, während Donald Trump Wahlkampf betreibt und Terroranschläge Europa erschüttern. Julia Zange (* 1983) schreibt Romane und arbeitet als Redakteurin und Schauspielerin.

Die Gedichte von Simone Kornappel experimentieren oft mit Elementen der visuellen Poesie und erschienen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien, zuletzt in „all dies hier, Majestät, ist deins – Lyrik im Anthropozän“ (kookbooks 2016). Simone Kornappel (* 1978) ist Mitherausgeberin der randnummer literaturhefte und leitet Schreibwerkstätten.

Rike Scheffler (* 1985) ist Lyrikerin, Künstlerin und Performerin. Sie verbindet in ihren Arbeiten Sprache, Musik und Performance und entwirft musikalische Interventionen, in denen Wahrnehmungs- und Erlebnisweisen hinterfragt und geöffnet werden. 2014 erschien ihr Lyrikdebüt „der rest ist resonanz“ bei kookbooks.

Moderation: Alexander Gumz

Ort: Fahimi Bar | Skalitzer Straße 133 | 10999 Berlin
http://fahimibar.de/

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

KOOKread ist ein Projekt von KOOK e.V.

Mit freundlicher Unterstützung (im Rahmen der spartenübergreifenden Förderung für Projekte ab 2017): Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Foto: Simone Kornappel (Copyright Annette Lux)

30.05.2017 – KOOKread mit Doris Anselm, Hendrik Otremba, Damon Taleghani und Martha Rose

Alles Neu macht der Mai: Am 30.5. präsentiert KOOKread in der Fahimi-Bar gleich zwei großartige literarische Debüts. Lakonische Short Stories treffen auf blutige Verfolgungsjagden, dazu gibt es Performances und flirrenden Casio-Folk-Pop.

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Doris Anselm liest aus ihrem frisch erschienenen Debüt „Und in dem Moment holt meine Liebe zum Gegenschlag aus“ (Luchterhand Literaturverlag, 2017). In 16 Kurzgeschichten erzählt die open mike- Preisträgerin aus sehr unterschiedlichen Erzählperspektiven und mit einem genauen Blick für Details über Alltägliches, Skurriles und Abgründiges. Doris Anselm (* 1981) arbeitet als Radioreporterin in Berlin.

Wild und film noir-mäßig geht es dagegen im viel beachteten Debütroman von Hendrik Otremba zur Sache. „Über uns der Schaum“ (Verbrecher Verlag, 2017) schildert einen surrealen Trip zwischen Traum und Wirklichkeit. Ein drogensüchtiger Privatdetektiv auf der Suche nach einer verheißungsvollen Stadt weit im Osten, Verfolgungsjagden inklusive. Hendrik Otremba (* 1984) ist Sänger der Postpunk-Band Messer und arbeitet auch als bildender Künstler, Journalist und Dozent.

Damon Taleghani ist sound autor und Musiker. Er überlegt sich translinguale Handlungsanweisungen, nimmt Stimmen von Freunden auf, befasst sich mit schwerfälligem Pop, language politics und dem Schreiben jenseits des Reißbretts. , Sein Ziel ist dabei, künstlerische Dringlichkeit auf Bühnen, in Ausstellungen und Texte zu übertragen. Seit 2015 Studium der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Einen ganz eigenen Zauber entfaltet Martha Rose auf ihrem Debüt-Album „Spit“ (Treibender Teppich Records 2016): Casio Pop meets British Folk, und das Ganze garniert mit viel hymnischen und melodiösem Pop-Appeal. 9 Songs, die sich extrem vertraut anhören und die man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

Ort: Fahimi Bar
 | Skalitzer Straße 133 | 10999 Berlin
 | http://fahimibar.de

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung (im Rahmen der spartenübergreifenden Förderung für Projekte ab 2017): Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

 

25.04.2017 – KOOKread mit Susie Asado, Hendrik Jackson, Kenah Cusanit und Nazis & Goldmund

Bei KOOKread am 25. April in der Fahimi-Bar kommt zusammen, was zusammen gehört: Lyrik und Politik, Geschichte und Geschichten. Attacken gegen Rechts begegnen weltgeschichtlichen Miniaturen, aber auch dem Licht der Prophezeiungen. Musikalische Stories erzählt Susie Asado, eine der literarischsten Songwriterinnen Berlins.

Mit Verve und viel Wut im Bauch schreibt das „vielköpfige Monstrum“ Nazis & Goldmund, ein deutsch-österreichisches Autorenkollektiv, gegen die empörungswütige, patriarchale Beschleunigungsmaschinerie an. Die Hidden Agenda der Europäischen Rechten und deren Erzähl- und Interventionsstrategien werden thematisiert, auseinander genommen und auch mal verhauen. Bei KOOKread präsentieren sie ein literarisches Live-Update zur deutschsprachigen Geschichte. Mit u.a. Gerhild Steinbuch und Thomas Köck.

Ein poetologisches Monstrum ganz eigener Art ist Hendrik Jackson. Sein mittlerweile sechstes Buch sein gelassen (kookbooks 2016) ist die Verarbeitung des Suizids einer Geliebten, vermischt mit Rundumschlägen gegen ökonomische und technologische Zwangsstrukturen. Ein großer Wurf über Schuld und Sühne, geschrieben als Dichtung, als Trostbuch, als Akt der Selbstbefreiung.

In ihrem zweiten Band Chronographe Chorologien I (hochroth Berlin, 2017) spannt die Lyrikerin Kenah Cusanit einen zeitgeschichtlichen Bogen von 65 Millionen Jahren Menschheitsgeschichte: Eine polyphone Geschichte von Ein- und Auswanderungen, von Flüchtlingswellen, ein faszinierendes poetisches Unterfangen, komprimiert auf 36 Seiten.

Mit einer Tintenlumpenhand schreibt Susie Asado ihre Songs. Der Verweis auf Gertrude Stein ist Programm und Irreführung zugleich. Susie Asado versteht sich – an der Nahtstelle von Performance und Literatur operierend – immer auch als Geschichtenerzählerin. Ihr aktuelles Album State of Undress ist 2015 bei pop-record erschienen.

Ort: Fahimi Bar
Skalitzer Straße 133, 10999 Berlin
http://fahimibar.de

Eintritt: 6 € / 4 € (ermäßigt)

Mit freundlicher Unterstützung (im Rahmen der spartenübergreifenden Förderung für Projekte ab 2017):