In der KOOK-Reihe „Slow Dating“ begegnen sich zwei Künstler:innen aus unterschiedlichen Sparten zu einem intensiven Austausch über Poetik, Politik und die Diskurse, die sie prägen.
Ramona de Jesús trifft Käthe Wenzel
Beginn
19:30 Uhr
Eintritt
5 Euro
Veranstaltungsort
Studio 119, Harzer Str. 119, 12435 Berlin
Am 21. Oktober treffen sich die Autorin Ramona de Jesús und die Bildende Künstlerin Käthe Wenzel im Studio 119.
Sie diskutieren über künstlerische Netzwerke und Kollaborationen, suchen Verbindendes zu Konzepten der Freundschaft, stellen Bezüge zu Lebens- oder Alltagspraxis her und denken Kunst als Geflecht von Beziehungen und offenem Prozess, zwischen Atelier und öffentlichen Raum.
Wie entsteht ein Kunstwerk, ein Gedicht, etwas Transformatives? In ihrem Podcast „The Artist’s Tool Kit” geht Käthe Wenzel dieser Fragestellung nach und ergründet die Rahmenbedingungen künstlerischer Produktion. Käthe Wenzel und Ramona de Jesús befragen sich über ihre jeweiligen Resonanzräume und Kunstpraxen, in denen Kunst nicht nur isoliert im Atelier oder am Schreibtisch entsteht, sondern vielmehr den intensiven Austausch benötigt, mit anderen Künstler:innen genauso wie mit anderen Herangehensweisen, Ausdrucksformen und Kunstsparten. Beide definieren sich als transdisziplinäre Grenzgängerin und beschäftigen sich mit Überlegungen, wie Künstler*innen sich gegenseitig in interdisziplinären Zusammenhängen beeinflussen, wie sie ihre künstlerischen Praxen verknüpfen und dadurch ihre Blickweisen kontinuierlich erweitern können.
Ramona de Jesús

Ramona de Jesús ist Dichterin, Essayistin und Übersetzerin und zwischen Bogotá und Mumbai aufgewachsen. Seit 2010 lebt sie in Deutschland. Sie erhielt u.a. Stipendien des Berliner Senats und der Jan-Michalski-Stiftung in der Schweiz. Ihr Lyrikband „Dos metros cuadrados de piel“ wurde in Kolumbien mit dem Nationalen Preis für unveröffentlichte poetische Werke ausgezeichnet und wird 2026 in einer deutschsprachigen Übersetzung erscheinen. Im Jahr 2025 erhielt sie als erste nicht-deutsche Schriftstellerin das Harald-Gerlach-Literaturstipendium in Thüringen für ihren zweiten Gedichtband „Manual arqueológico del hambre“.
Käthe Wenzel

Käthe Wenzel ist Bildende Künstlerin und befasst sich mit partizipatorischen Ansätzen, Maschinen und Service Interventionen, öffentlichen Räumen, hybriden Körpern und Queer Ecologies. Ihre Arbeiten funktionieren als dystopische und utopische Fußnoten zum Weltgeschehen. Sie zielen auf Teilhabe, Kommunikation und die Unterwanderung der Hegemonialkultur – von der Straße bis ins Internet. Dazu benutzt sie Zeichnung, Interview, Internet, Mechanik/Elektronik und Street Art. Sie ist Professorin für Ästhetische Praxis an Europa-Universität Flensburg. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien.
Über das Projekt
Ein Projekt des unabhängigen Künstler:innen-Netzwerks KOOK e.V.

Projektteam & Kuration: Jutta Büchter, Josepha Conrad, Peter Dietze, Alexander Gumz, Eric Schumacher, Daniela Seel, Uljana Wolf
Finanzen: Eric Schumacher
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Jutta Büchter
Grafik: Andreas Töpfer (→ Homepage)
Fotodokumentation: Andrea Vollmer (→ Homepage)
© Fotos: Käthe Wenzel ©Tonatiuh Ambrosetti
Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
